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Haare Färben oder Tönen – Was ist der Unterschied?

Typgerechte Haarfarbe für einen optisch ansprechenden Gesamtlook

Eine typgerechte, geschmackvolle Haarfarbe fördert einen stimmigen Gesamtlook und beeinflusst das individuelle Erscheinungsbild positiv. Qualitativ hochwertige Tönungen und Colorationen lassen gekonnt

Nutzerfreundlichkeit, Funktionalität, Produktsicherheit, hochwertige Rezepturen und erlesene Farben miteinander verschmelzen und erschaffen unkompliziert einen optisch ansprechenden Look.

Tönen und Colorieren dienen als anwenderfreundliche Färbemethoden, die bei anlassgerechter Handhabung erstklassige Ergebnisse erzielen. Die beiden Verfahren gehen allerdings mit speziellen Vor- und Nachteilen für den Verbraucher einher. Deshalb fragen sich viele, nach den Unterschieden zwischen Haartönung, Intensivtönung und Haarfärbung. Dem gehen wir nach.

Haare tönen oder Färben - was passt am besten?

Haare tönen oder Färben – was passt am besten?

Unterschiede zwischen Tönungen und Colorierungen

Das Tönen zählt zu der Riege der verhältnismäßig sanften und haarschonenden Färbemethoden und ist an eine objektiv kurze Halbwertszeit gebunden. Anstatt wie bei einer Colorierung ganzheitlich in die einzelnen Haarfasern einzudringen, ummanteln die Farbpigmente, die in den jeweiligen Tönungen gelöst sind, lediglich die Haaroberfläche, um sie dezent zu tönen.

Die Methode erzeugt ohne nennenswerten Aufwand im Handumdrehen einen unverwechselbaren Look. Weil Tönungen im direkten Vergleich zu Colorierungen mit einer geringeren Konzentration an Farbpigmenten angereichert sind, zeichnen sie sich durch eine eingeschränkte Deckfähigkeit aus, weshalb Tönungen grundsätzlich nicht immer die gewünschte Farbnuance erzielen.

Um exzellente Ergebnisse zu generieren, empfehlen Profis, dass die konkrete Farbnuance der Tönung lediglich ein bis zwei Nuancen vom tatsächlichen Naturton abweichen sollte.

Im Gegensatz zu Colorierungen färben Tönungen die Haare temporär, sodass die Naturhaarfarbe in der Regel nach rund 6 bis maximal 8 Haarwäschen im Anschluss an das Tönen hervorkommt.

Die Unterschiede auf einem Blick in Tabellenform

Tönen Färben
Farb-Pigmente legen sich um das Haar Farb-Pigmente werden durch den Entwickler in das Haar eingebracht
Haare können nicht aufgehellt werden Viele Möglichkeiten
dunkler und rötlicher ist möglich dunkler und rötlicher, auch helle Farben möglich
Hält nur eine bestimmte Anzahl von Haarwäschen

  • 1 bis 4 Wochen Haartönung
  • 3 bis 6 Wochen Intensivtönung
Hält permanent bis zum Herauswachsen, kann aber ihre Leuchtkraft verlieren
Ein Ansatz entsteht dadurch nicht Da das Haar wächst, entsteht ein Ansatz mit der natürlichen Haarfarbe
Enthält keine Chemie, es sei denn es ist eine Intensiv-Tönung Enthält chemische Stoffe
Beansprucht das Haar wenig Beansprucht das Haar stark
Weniger Teuer

  • Um die 3 Euro Haartönung
  • Um die 5 Euro Intensitönung
Teurer, um die 10 Euro

Intensiv- Tönungen – die Lösung dazwischen

  • Intensiv-Tönungen besitzen einen höheren Anteil an Farbpigmenten als herkömmliche Tönungen.
  • Die Farbe der Formulierungen dringt wie im Rahmen einer Colorierung in die Haarfasern ein, um sie zu färben. Dadurch können stärkere Farbergebnisse erzielt werden.
  • Die natürliche Haarfarbe kann bis zu drei Nuancen an Farbtönen dunkler werden. Wenige graue Haare können abgedeckt werden.
  • Eine hellere Haarfarbe geht jedoch auch mit der Intensivtönung nicht.
  • Dafür bietet sie eine längere Haltbarkeit der Farbe. Diese kann sechs bis acht Wochen sein.
  • Nach durchschnittlich 24 bis 28 Haarwäschen verblassen die Pigmente der Intensiv-Tönungen allerdings

Damit ist die Intensiv-Tönung eine Brücke zwischen Tönen und Färben.

Färben für einen dauerhaften Effekt

Colorierungen enthalten einen hohen Gehalt an deckenden Farbmolekülen, die dank ihrer speziellen Formulierungen, die reich an chemischen Substanzen wie etwa Ammoniak sind, überdurchschnittlich tief in das Innere der Haare vordringen und sich in der haareigenen Schuppenschicht dauerhaft anreichern.

Charakteristisch für erlesene Colorierungen sind deshalb ihre ausgeprägte Intensität und deckende Farben. Für ein bestmögliches Ergebnis verlangt das Tönen prinzipiell nach fachspezifischem Know- How.

Ungeübte riskieren bei unsachgemäßer Anwendung der Produkte ein ungleichmäßiges, wenig nuanciertes und ungepflegtes Ergebnis, weshalb das Färben im Idealfall von Experten auszuführen ist. Eine angemessene Pflege dient als Grundbaustein für eine gelungene Colorierung und einen stilvollen Look.

Vor- und Nachteile beider Färbemethoden

Aufgrund der verminderten Deckkraft der Tönungen, sind extreme Veränderungen hinsichtlich der Haarfarbe durch Tönen in der Praxis nicht zu realisieren.

Wer sich beispielsweise mit Hilfe einer Tönung von einer Brünetten in eine Blondine verwandeln möchte, wird demnach von der Farbintensität der Rezepturen enttäuscht sein. Um braune oder schwarze Haare in eine blonde Mähne umzugestalten, verlangt es demnach nach hochwertigen Colorierungen.

Das Tönen zählt zu der Gruppe der sanften Färbemethoden, das die empfindliche Haarstruktur schont und an einen vergleichsweise kurzen Effekt von 6 bis 8 bzw. im Falle von Intensiv- Tönungen an 28 Haarwäschen gekoppelt ist.

Colorationen sorgen für einen dauerhaften Look

Wer nach einer beständigen Lösung für einen dauerhaften Look sucht, nutzt im Optimalfall Colorationen und lässt diese von einem Spezialisten professionell realisieren.

Eine erstklassige Pflege und regelmäßiges Nachfärben in einem gleichbleibenden Turnus sind demzufolge zwingend Pflicht, um die eine colorierte Haarfarbe anhaltend gepflegt und ausdrucksstark erscheinen zu lassen.

Während Tönungen sich unkompliziert eigenständig durchführen lassen, sich durch einen kurzzeitigen Effekt auszeichnen und Experimente hinsichtlich der individuellen Haarfarbe begünstigen, gehört eine Colorierung im Idealfall in die Hände eines Profis, der das Haar ideal auf das Färben vorbereitet und im Nachgang fachgerecht pflegt.

Die Haarfärbung ist die strapaziöste Methode der Änderung der Haarfarbe, aber auch die dauerhafteste.

Strähnchen

Als mögliche Alternative zu Tönungen, Intensiv- Tönungen und Colorierungen versprechen Strähnchen ein spannendes Upgrade für die persönliche Naturhaarfarbe ohne hierfür den individuellen Typ radikal verändern zu müssen. Wahlweise veredelt mit Highlights bzw. Lowlights erscheint die Haarpracht lebendiger als gewöhnlich. Hair Glossing verstärkt zudem das jeweilige Ergebnis.

Was tun, wenn man die Farbe nicht mag?

Tönung: Bei einer Tönung wartet man ab, bis die Farbe verblasst. Öfters die Haare sanft waschen, kann den Prozess beschleunigen. Sanft und natürlich kann man dazu Haarseife verwenden. Auf ein frisch getöntes Haar sollte man selber keine Coloration auflegen. Es kann zu ungewollten Farbeffekten kommen. Wer nicht abwarten kann, bis die Tönung aus dem Haar ist, sucht besser Hilfe bei einem Friseur.

Färbung: Schwieriger ist es mit der Coloration. Am besten ist es auch hier einen Friseur einzubeziehen. Sollte man sich für eine zweite Färbung entscheiden, kann er entscheiden, welche Farbwahl ideal ist und wird einige Pflegeprodukte anbieten, um das dann sehr beanspruchte Haar zu beruhigen. Eine Alternative sind die Haarentfärber, die bei Farbunfälle auch zu Hause zum Einsatz kommen.

Haare färben oder tönen – eine Anleitung für beides

Tönen und Färben ist nicht schwer. Die Produkte sind so gut mit dem nötigen Zubehör ausgestattet und haben eine genaue Anleitung, sodass jeder seine Haarfarbe selber machen kann. Es sollten jedoch unbedingt die Hinweise in der Packungsbeilage der Tönung oder Färbung beachtet werden. Auch liegen je nach Hersteller unterschiedliche Pflegeprodukte bei. Einige müssen vor dem Färben aufgetragen werden, andere nach dem Ausspülen der Farbe aus den Haaren am Ende.

  1. Unempfindliche alte Kleidung anziehen, möglichst ein dunkles Oberteil, zum Beispiel ein Shirt
  2. Ein dunkles Handtuch wird um den Hals über die Schulter legen und vorne mit einer Klammer schließen
  3. Packungsbeilage genau lesen und die Anleitung der Färbung beachten
  4. Gummihandschuhe anziehen oder die Kunststoffhandschuhe aus der Packung benutzen
  5. Nach Anleitung die Farbe vorbereiten
  6. Die Farbe auf die Haare auftragen und gut einmassieren
  7. Strähne für Strähne bearbeiten
  8. Die Zwischenräume nicht vergessen
  9. Begonnen wird oben, am Ende wird die verbleibende Farbe in die Haarspitzen einmassiert, da diese empfindlich sind, haben sie so die kürzere Einwirkzeit
  10. Farbe auf der Haut im Gesicht sanft entfernen, dazu kann Babyöl verwendet werden
  11. Langes Haar kann zum Trocknen festgesteckt werden
  12. Die Farbe bleibt so lange im Haar, wie es auf der Packungsbeilage steht, Wecker stellen nicht vergessen!
  13. Die Farbe mit Wasser auswaschen, solange bis das Wasser klar bleibt
  14. Das in der Packung enthaltende Pflegeprodukt nach Anleitung anwenden

Eine gute Haarkur ist ebenfalls zu empfehlen.

Hat man einmal seine Haarfarbe gefunden, ist das Colorieren noch einfacher. Es braucht dann nur noch jeweils der Ansatz behandelt zu werden. Die Schritte sind zwar immer gleich, nur der Bereich, auf dem die Farbe aufgetragen wird, ist schmaler. Doch das eigene Geschick, die Farbe gleichmäßig zu verteilen, wird nicht mehr so stark beansprucht. Es ist einfacher ein gutes Ergebnis zu bekommen.


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